
Ruch Klaus (a cura di), Die Wunder Mailands - Die Wunden Mailands. Meraviglie e mere voglie di Milano, 2009, pp. 186, Isbn 9788857500645, Euro 14,00
Diciamoci la verità, questa città non la ama più nessuno. Tutti, per primi gli stessi milanesi, la vedono brutta, insopportabile, grigia, senza storia. Una volta non era così: ci fu un momento, dopo la guerra, dove ognuno si sentiva parte attiva di un motore più grande, tutti tesi fino allo spasimo per migliorare il loro futuro e il futuro di questa città. Era gente come Don Ciccio, per intenderci. Poi, d’incanto il quarto d’ora è passato e Milano è rimasta a leccarsi le ferite. Oggi vive di una gloria che non si merita più e di una nostalgia per la «capitale morale» assolutamente deprimente. Eppure in certe giornate come questa la sua bellezza è ancora assoluta.
Seien wir ehrlich, es gibt wohl keinen mehr, der diese Stadt liebt. Alle, an erster Stelle die Mailänder selbst, empfinden sie als hässlich, unerträglich, grau, ohne Geschichte. Das war nicht immer so. Es gab eine Zeit, nach dem Krieg, wo jeder sich als Teil eines größeren Getriebes fühlte, sich bis zum Zerreißen anstrengte, seine eigene Zukunft und die Zukunft dieser Stadt zu verbessern. Leute wie Don Ciccio, damit wir uns richtig verstehen. Dann war wie durch Zauberhand die Viertelstunde vorbei und Mailand stand da und leckte sich die Wunden. Heute lebt die Stadt von einem Ruhm, den sie nicht verdient, und von der deprimierenden Sehnsucht, wieder die “moralische Hauptstadt” zu werden, die sie mal war. An Tagen wie diesem jedoch ist ihre Schönheit immer noch unübertroffen.
Gianni Biondillo
Das Porträt einer Stadt in fünfzehn Geschichten, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit, erzählt von zumeist jungen Autoren, die hier zuhause sind/waren oder eine gespannte, schmerzliche, erregende, jedenfalls nie gleichgültige Beziehung zu ihr unterhalten. Ausgewählt und übersetzt hat sie der Wahlmailänder Klaus Ruch, der seit fast 25 Jahren im Clinch liegt mit den Anziehungs- und Abstoßungskräften dieser Stadt, zumindest darin ihren eingeborenen Bewohnern gleich geworden ist und sich doch immer wieder fremd fühlt wie am ersten Tag. Und dieses Gefühl inzwischen schätzt, weil es sich durch die Tarnfarbe des allzu Vertrauten nicht täuschen lässt.


MIMESIS FRANCE

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